Ausstellungs-
programm

 

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Frank Müller  
Lapithen und Zentauren

Riesen und Pferdemenschen treffen sich zum blutigen Hochzeitsmahl. In wilder Raserei und Mordgier zerreißen und zerbeißen sie alles was ihnen zu Gesicht kommt.

Inspiriert von Ovids Metamorphosen und Michael Bays Transformers.

In der griechischen Mythologie stand der Kampf von Lapithen und Zentauren für die Auseinander- setzung zwischen Intellekt und Triebhaftigkeit im Menschen.

Dieser Kampf entbrannte im Januar 2013 am Großen Burstah 18-34 in Hamburg. Hier rissen und zermalmten Klauen und Zangen, das was 20-30 Jahre zuvor mit besten Gewissen für „die Ewigkeit“ gebaut wurde. Und davor auch und wieder und wieder. Abreißen, aufbauen, abreißen aufbauen. Und das seit über tausend Jahren.

Das Dilemma das der Film aufzeigt ist klar: Abriss statt Erhalt – Investoren kontra Bestand – Neubau mit hoher CO2-Bilanz.

Zusätzlich zu „Laphiten und Zentauren“ wird Frank Müller die Filme „Herr Kröger auf Kur“ und „Herr Schultz sticht in See“ räumlich erfahrbar in Szene setzen.

Friederike Schulz 
Frei-Hafen
– eine Installation

Die Installation „Frei-Hafen“ beschäftigt sich mit der Auflösung des Hamburger Freihafens und der damit einhergehenden Veränderung des Hafengebietes. Durch die Auflösung wird teures Bauland generiert für dass ein bis dato unantastbarer Bereich der Stadt komplette Veränderung erfährt.

Das Dilemma in dem sich die Stadt Hamburg hier befand und immer noch befindet ist den Investorenwillen kontra dem Bürgerwillen zu verteidigen – Wohnungsbau gilt als Weg weisend aber der entstandene historische Schaden durch Abriss alter Hallen und Häuser wird verdrängt. 

Der Schutzwall des Frei- hafenzauns verschwindet und der Architektur-Geschichte wird die Abrissbirne vorgehalten.

In einer weiteren Installation aus „Eis“, „Licht“ und „Farbe“ befasst sich die Künstlerin und Kuratorin der Aus-stellung mit der Thematik der Erderwärmung und damit einhergehend den nahenden Katastrophen.

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Nicole Keller
und Oliver Schumacher
Der City-Hof

Nicole ist seit 2006 als selbständige Kreativ-Direktorin, Fotografin und Künstlerin in Hamburg tätig. Sie studierte Kommunikationsdesign und Fotografie an der FH Augsburg und Ecole Estienne Paris. Nach einem Arbeitsaufenthalt in San Francisco arbeitete sie als Design-Direktorin in verschiedenen namhaften Agenturen, wie zum Beispiel Landor, Syndicate und Dragon Rouge.

Mehr Infos unter www.nicolekeller.de

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Thomas Tannenberg
Malerei

Der in Hamburg geborene Künstler befördert in seiner Malerei gerne das Dilemma zu Tage. Seine Bilder wirken beim ersten Hinsehen farbenfroh und alles recht humorvoll – bei längerer Betrachtung bemerkt man jedoch die Dramen und die schrägen Situationen in denen die Figuren sich befinden.

Mehr Infos unter: www.thomastannenberg.de

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Caroline Büchele
und Sophie Bimmermann Widersprüchliche Räume

Mixed-Media-Installation und Kurzfilm (20min)

 

Ab wann richtet sich Freiheit gegen sich selbst und wie lange haben Sie noch vor mitzuspielen...?

 

Die Installation „Widersprüchliche Räume“ von dem Kunstfilm-Duo Caroline Büchele und Sophie Bimmermann fragt auf vielschichtige Weise nach der Gewalthaftigkeit von Freiheit.

Dabei geht es um Spannungen zwischen Nähe und Distanz, Privatem und Öffentlichem, Autonomie und Macht in zwischenmenschlichen sowie gesellschaftspolitischen Zusammenhängen.

Sebastian Neeb  
Dilettante Kartoffeln

Über das Streben nach Anerkennung
Sebastian Neeb lebt und arbeitet in Berlin.
Er hat an der Universität der Künste Berlin studiert und war 2009 Meisterschüler bei Daniel Richter & Robert Lucander.
In seiner Wandgreifenden Installation der Dilet- tanten Kartoffeln wetteifern um die Gunst des Vaters wird das Dilemma des Zwischenmensch- lichen aufgezeigt.
Weitere Infos zum Künstler und seinen Arbeiten unter www.sebastianneeb.de

Martin Bronsema
Malers Traum

Der in Hamburg lebende Künstler beschäftigt sich in seiner dreiteiligen Gemäldegruppe mit den unzähligen schweren Entscheidungen der Malers mit sich und und seinem Werk.

Der Künstler selbst sagt darüber: „Da ist ordentlich Dilemma drin.“

 

Mehr Infos unter www.martin-bronsema.de

Alekseij Mirnij aka MIR

MIRs Inforealismus bedeutet Geschichten aufschreiben, Geschichte sichtbar machen.
Er platziert seine auffordernden Inhalte auf Hintergründen, die den Eindruck korrodierter Haus-wände suggerieren und somit den ständigen urbanen Wandel vermitteln. Seine Werke enthalten verätselte Botschaften, die in Verbindung mit seiner russischen Herkunft und den gegenwärtigen Geschehnissen eine neue Aktualität erhalten. 

 

Mehr Infos hier.

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Nicole Kreischer

Nicole Kreischer wohnt und arbeitet in Wuppertal! 

"Es ist aber keine Dystopie, denn die Zerstörung des Klimas spielt keine Rolle mehr. Die Menschen haben aber die gleichen Probleme wie in der heutigen Gesellschaft, sie suchen alle die Liebe."ist ein Zitat aus ihrem Lieblingsroman „Das erste Paar“ von Olaf Lenz. Und vielleicht spiegeln diese Worte auch die malerischen Werke von Nicole Kreischer wider, die sich ständig innerlich in zwei Welten bewegt und es in Farbe nach Außen trägt. In einem ewigen dilemmatösem Zustand.

Mehr unter www.nicole-kreischer.de

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Felizitas Schäfer
Freddie

Felizitas Schäfer überrascht immer wieder mit ihren installativen Arbeiten. Mit Freddie betrachtet sie das Dilemma der Sehnsucht nach Schönheit die der Entscheidung der Veränderung der Stimme entgegensteht.

Frank Müllers weitere Filme

Herr Kröger auf Kur (links)

Der Film basiert auf einem Flohmarktfund. Nach dem Tod von Herrn Kröger wurde sein Haushalt aufgelöst. Sein ganzes Leben in Umzugskartons verpackt und auf einem Hamburger Flohmarkt verramscht.In den Kisten lagen neben Flaschenpudel, Geburtsurkunde, Aschenbecher auch ein kleines Photoalbum von Herrn Kröger, in dem er seine Erinnerungen über den Kuraufenthalt dokumentierte.

Herr Schultz (rechts)

„Haus oder Schiff?“

Diese Frage stellt Kurt Schultz seiner 6 köpfigen Familie 1957.Nach geglückter Flucht aus der DDR lebt man auf 50qm in einem Behelfsheim im Schrebergartenverein Billerhuder Insel, Hamburg. Kurt Schultz setzt sich durch. Trotz der beengten Verhältnisse entscheidet man sich für den Bootsbau, für die Verwirklichung eines Traumes gegen einen sicheren Lebensstandard.

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